Mit Abstand ergonomisch

ATLAS NORDHESSEN, ein Unternehmen der MSG Maschinen Service Gruppe, hat für die Heinrich Naumann GmbH einen kompakten und äußerst vielseitigen Spezial-Truck konstruiert, bei dem es vor allem auf die Bedienerfreundlichkeit des Ladekrans ankam.

„Keinen Zentimeter länger:” Diese Forderung stand im Pflichtenheft für den neuen Baustellen-Lkw der Heinrich Naumann GmbH an vorderster Stelle.

Es ging um den Nachfolgereines Mercedes Actros 3346 AK 6x6EUR 5 mit Ladekran, der nach neun Einsatzjahren rund 600.000 Kilometerabgespult hatte – zum Teil als Gespann mit einem 5-Achs-Tiefladerund einer Gesamtlänge von 19,62Metern.

Die zugehörige Sondergenehmigung erlaubte ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 76 Tonnen auf genau definierten Strecken in Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Aus Kosten- und Zeitgründen wollten wir die bestehende Sondergenehmigung für das neue Fahrzeug unbedingt übernehmen, was ein Beibehalten der bisherigen Fahrzeugmaße voraussetzte“, erklärt Frank Muth, Geschäftsführer der Heinrich Naumann GmbH. Auch sonst wollte der Unternehmer am bewährten Konzept des Lkw festhalten. Dies galt besonders für den soliden ATLAS-Ladekran, der auch noch „nach neun Wintern Tipp Top in Schuss“ war und einwandfrei funktionierte.

Aufwändiger Umbau

Mit diesen Wünschen wandte sich der Unternehmer an die ATLAS NORDHESSEN GmbH, die 2008 bereits den Vorgänger-Truck aufgebaut hatte.

„ATLAS NORDHESSEN bietet uns immer einen schnellen und kompetenten Service. Zudem ist es weit und breit der einzige Händler, der uns aus einer Hand neben Baumaschinen auch noch Ladekrane und den kompletten Fahrzeugbau bietet“, so Muth.

 

Der neue Kipper sollte auf Basis eines Mercedes Arcos 3351 AK 6x6entstehen, der dank EUR 6 aber spürbar mehr Technik an Bord trägt als sein Vorfahre. „Der Auspuff ist mittlerweile größer als der Tank“, sagt Muth und nennt damit eine Hauptursache für aufwendige Umbauarbeiten. Die Techniker von ATLAS NORDHESSEN mussten die Tanks für AdBlue und Diesel sowie den Luftkessel versetzen, damit genügend Platz für die Staukästen verbleibt“, erklärt Muth. Auch der Aluminium-Kipper ist mit einer Länge von 4,40 Metern eine Sonderanfertigung, die gerade genug Platz für den neuen Knickarmkran vom Typ ATLAS 206.3 E lässt.

 

Automatisch kalibriert

Für den Aufbau des in dieser Konfiguration einmaligen Fahrzeugs benötigte ATLAS NORDHESSEN inklusive einer ersten Zwischenabnahme nur drei Wochen, sodass die Auslieferung im November 2017 erfolgen konnte. Dass es wieder ein Kran von ATLAS wurde, hatte mehrere Gründe: Für das deutsche Produkt sprachen neben der hohen Zuverlässigkeit des Vorgängers vor allem die einfache Handhabung. „Der Kran ist mit nur wenigen Handgriffen extrem schnelleinsatzbereit“, bestätigt Karl-Heinz Berghofer, der jeden Tag mit dem Fahrzeug unterwegs ist. Die Bedienung sei sehr intuitiv und verlangen keiner Stelle das gleichzeitige Betätigen mehrerer Hebel oder Tasten. „ATLAS legt auf eine einfache und schnell erlernbare Bedienung besonderen Wert“, stellt Muth fest.

Anders als der Vorgänger verfügt der206.3 E über das optionale Standsicherheitssystem Ahme. Zu Beginn der Arbeiten kalibriert sich der Kranautomatisch, was die Inbetriebnahme ebenfalls vereinfacht und beschleunigt. Die von ATLAS vorgestellte Lösung misst über je zwei oberhalb der Achsen angebrachte Sensoren den Abstand zum Boden und errechnet daraus die aktuelle Fahrzeugneigung. Vor diesem Hintergrund kommt das System ganz ohne Messung des Abstützlängenaus.

Überstreckbarer Knickereien weiterer großer Pluspunkt von Ahme ist, dass diese Lösung den aktuellen Beladezustand des Lkw berücksichtigt– schließlich erhöht jede geladene Palette die Stabilität des Fahrzeugs. „Durch den gezielten Einsatz der Ladung als Gegengewichtkann die Leistung des Krans spürbar erhöht werden“, erklärt Berghofer. Sobald sich beim Anheben von Lasten eines der Räder leichtnach oben bewegt, wird der Ladekrandurch Ahme zunächst verlangsamt und schließlich angehalten.

Im Vergleich zu anderen Herstellern liefere ATLAS hohe Leistung mit nur wenig Elektronik und Sensorik. „Das führt zu einer geringen Fehleranfälligkeit und niedrigen Wartungskosten“, weiß Muth, der für kleinere Reparaturen eine eigene Werkstattunterhält. Als weiteren Vorteil des Krans nennt der 51-Jährige den um 15 Grad überstreckbaren Knickarm. Im Vergleich zum Vorgänger sei dadurch der Arbeitsbereich deutlich gewachsen.

Steuern aus der Ferne

Bedient wird der Kran über einhebt-Funkfernsteuerung vom Typ Spektrum 2 mit drei Kreuzhebeln. Diese verfügt bei Naumann über einige Sonderfunktionen, wie zum Beispiel das An- und Ausschaltendes Motors, den am Kran montierende-Strahler sowie das Regeln von Drehzahl und Pumpenleistung.

„Damit kann ich praktisch jeden Arbeitsgang feinfühlig, schnell, bequem und immer im Sicherheitsabstand zum Kran durchführen“, fasst Fahrer Karl-Heinz Berghofer zusammen, der sein neues Fahrzeug sehr vielseitig einsetzt. Der allradgetriebene Arcos dient ihm zum Transport von Baumaschinen, Schüttgut oder Bürocontainern und ist abwechselnd mit Tieflader, Tandem-Anhänger oder solo unterwegs.

Fazit: Mit dem neuen Mercedes Arocs 3351 AK 6×6 mit ATLAS206.3 E ist das Bauunternehmen Naumann für die nächsten neun Jahre gut gerüstet. Ob im Jahr2027 die dritte Auflage des Trucks mit denselben Maßen gelingt, hängt von den bis dahin gültigen Abgasvorschriften, den dazu erforderlichen technischen Vorrichtungen und der Kreativität von ATLAS NORDHESSEN ab.

 

 

 

 


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